Put Käufer haben das Recht, aber nicht die Verpflichtung, Aktien zum Ausübungspreis im Vertrag zu verkaufen. Optionsverkäufer hingegen sind verpflichtet, ihre Seite des Handels zu tätigen, wenn ein Käufer beschließt, eine Call-Option auszuführen, um die zugrunde liegende Sicherheit zu kaufen oder eine Put-Option zum Verkauf auszuführen. Die Bedingungen eines Optionsvertrags geben den zugrunde liegenden Sicherheitswert, den Preis, zu dem diese Sicherheit abgewickelt werden kann (Streikpreis) und das Ablaufdatum des Vertrags an. Ein Standardvertrag umfasst 100 Aktien, der Aktienbetrag kann jedoch für Aktiensplits, Sonderdividenden oder Fusionen angepasst werden. Optionen werden in der Regel für Sicherungszwecke verwendet, können aber für Spekulationen verwendet werden. Das heißt, Optionen kosten in der Regel einen Bruchteil dessen, was die zugrunde liegenden Aktien tun würden. Die Verwendung von Optionen ist eine Form der Hebelwirkung, die es einem Anleger ermöglicht, eine Wette auf eine Aktie zu tätigen, ohne die Aktien direkt kaufen oder verkaufen zu müssen. Die beiden Arten von Kontrakten sind Put-and-Call-Optionen, die beide gekauft werden können, um über die Richtung von Aktien oder Aktienindizes zu spekulieren, oder verkauft werden, um Einkommen zu generieren. Bei Aktienoptionen umfasst ein einzelner Kontrakt 100 Aktien der zugrunde liegenden Aktie. In der Wirtschaft spielen Optionsverträge eine wichtige Rolle im Bereich der Vertragstheorie. Insbesondere Hat Oliver Hart (1995, S. 90) gezeigt, dass Optionsverträge das Problem der Warteschleife mindern können (ein Problem der Unterinvestition, das auftritt, wenn die genaue Höhe der Investitionen nicht vertraglich festgelegt werden kann). [8] In der Vertragstheorie wird jedoch darüber diskutiert, ob Optionsverträge noch sinnvoll sind, wenn die Vertragsparteien künftige Neuverhandlungen nicht ausschließen können.

[9] Wie Tirole (1999) betonte, steht diese Debatte im Mittelpunkt der Diskussionen über die Grundlagen der unvollständigen Vertragstheorie. [10] In einem Laborexperiment haben Hoppe und Schmitz (2011) bestätigt, dass nicht neu verhandelbare Optionsverträge das Halteproblem tatsächlich lösen können. [11] Darüber hinaus stellt sich heraus, dass Optionsverträge auch dann noch nützlich sind, wenn Neuverhandlungen nicht ausgeschlossen werden können. Letztere Beobachtung lässt sich mit der Idee von Hart und Moore (2008) erklären, dass eine wichtige Rolle von Verträgen darin besteht, als Bezugspunkte zu dienen. [12] Nach dem Allgemeinen Recht ist eine Gegenleistung für den Optionsvertrag erforderlich, da er noch eine Form des Vertrags ist, vgl. Restatement (Zweite) der Verträge Nr. 87 Abs. 1.